Neuer Rhein

Hier kommt alles rein was sonst in kein Thema passt, bzw. was nicht mit Angeln zu tun hat.

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Neuer Rhein

Beitragvon Bregenzer72 » Sa 30. Dez 2017, 17:37

Hey zusammen

Wollte man nachfragen, ob jemand vielleicht Erfahrung gemacht hat im Neuen Rhein . Ich bin am Überlegen ob ich mir für 1Jahr die Karte mal da hole, da ich ja jedes Jahr mal was Neues ausprobiere. Hat von euch schonmal jemand in dem Gewässer gefischt? Oder weiß jemand was über den Fischbestand??

Danke im Voraus
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Re: Neuer Rhein

Beitragvon Laendleangler » Di 27. Feb 2018, 15:42

Würde mich auch sehr interessieren...
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Re: Neuer Rhein

Beitragvon lui » Di 27. Feb 2018, 20:40

Bis auf die Nebengerinne und im Mündungsbereich habe ich bis jetzt immer geschneidert. Ich habe es aber auch noch nicht oft versucht!
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Re: Neuer Rhein

Beitragvon Bregenzer72 » Di 27. Feb 2018, 21:00

Ich glaub in diesem "Autobahnfluß" hat bis jetzt kaum jemand gefischt... hab schon mit paar Leuten gesprochen wo gesagt haben das das da nicht einfach wird zu befischen... aber ich hab das als neues Revier mal heuer und werd mal schauen was passiert... Ich war jetzt einmal schon da zum Forellen Fischen und etwas zum austesten naja was soll ich sagen ...es wird zumindest ne Herausforderung . Mit dem üblichen leichtem Material kommt man da jedenfalls nicht weit.
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Re: Neuer Rhein

Beitragvon juliusb » Fr 2. Mär 2018, 22:28

Hi Leute,
hab grad das Rheinthema hier gesehen und da hab ich vielleicht ein paar Infos.
Ich fische im neuen Rhein aber nur in dem Abschnitt, der zu Hard dazu gehört.

Man sollte sich vorab entscheiden, ob man Strecke machen möchte, oder lieber stationär bleibt.
Stätionär heißt Grundfischen und da fängst bei 60 Gr. Strömungsblei an, wenn er bis um die 80-90m³/s bringt und kommst mit zunehmendem Abfluss gleich mal in die Gegend über 100 Gramm.
Das heißt, dein Gerät muss erstens eine entsprechende Bandbreite können und natürlich auch schwer genug sein.

Strecke machen geht mit leichterem Gerät bis etwa 60Gr. Techniken hierzu wären Driften oder Hölzeln.

Fangmäßig ist es schon so, dass man mehr Schneider- als, Fangtage hat - ich zumindest.
Wenn ich letztes Jahr hernehme, so kommen auf ein Fangtag etwa 3 bis 4 Schneider, allerdings waren einige Kurzsessions von höchstens 2 Stunden auch mit dabei.

Ganz ein interessanten Fang hatte ich letztes Jahr im Herbst bei 6° Wassertemperatur. Ein knapp metriger Aal ist mir voll eingestiegen auf Grund und das mitten in der harten Strömung.

Ah ja und noch was, die angenehmen Plätze, wo man mit dem Auto in die Nähe kommt und vielleicht sogar noch ein Klappsessel aufstellen kann, sind einerseits eh oft mit Fischern belegt und bei weitem nicht die fischträchtigsten...
Nur bequem halt.


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Re: Neuer Rhein

Beitragvon lui » So 4. Mär 2018, 17:52

Kannst du bitte deine Drifttaktik für einen Laien kurz erklären?
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Re: Neuer Rhein

Beitragvon juliusb » Mi 7. Mär 2018, 10:10

lui hat geschrieben:Kannst du bitte deine Drifttaktik für einen Laien kurz erklären?

Was für Laien Laien? Dachte, es sind eh alle Fischer? ;-)

Na schon klar, gern beschreib ich euch diese Fischerei.
Die Technik ist ja auch nicht neu, sondern ein alter Hut.
Hab ich vor etwa 25-30 Jahren so bei den damals „Alten“ abgeschaut.
Einfach gesagt ist es mit treibendem Schwimmer flussabwärts fischen.
Früher halt mit so einem günstigen Feststell-Korkschimmer mit der weißen Antenne,
heute nehm ich andere, dazu komm ich noch.

Als Köder verwende ich hauptsächlich Nymphen mit viel Glitzer.
Ausgebleit wird folgendermaßen:
Über dem Karabiner soviel Blei, dass der Schwimmer steht – etwa halbe Tragkraft oder etwas mehr.
Und dann auf dem Vorfach etwa 7-10cm ober dem Haken nochmal ein Klemmblei.
Vorfachlänge etwa 60cm.
Tiefe so einstellen, dass der Köder knapp über Grund abtreiben würde.

Die Montage nicht auswerfen, sondern vor sich – auf Rutenlänge – ins Wasser lassen.
Bei offener Rolle abtreiben lassen. Der Clou liegt nun in der Führung.
Lassen wir die Montage einfach nur abtreiben, wird außer akut suizidgefährdeten Fischen nicht viel beißen.
Daher immer wieder den Schwimmer kurz abbremsen, dann treibt die untere Strömung den Köder nach oben.
Das imitiert dem Anschein nach eine aufsteigende Larve oder ein Insekt und da kommen dann auch die Bisse.

Wegen der Schwimmer noch,
googelt mal nach Loafer-Pose oder Avon-Pose.
Die Loafer wären gut bei langsamer Fließgeschwindigkeit, die Avons wenns richtig Zug hat.
Mittlerweile fisch eigentlich nur mehr die Avons und spar mir das Umbauen.

Übrigens funzt das auch bei angestaubtem Wasser.
Viel Spaß und viel Petri wers probiert (Achtung Suchtgefahr).


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Re: Neuer Rhein

Beitragvon Bregenzer72 » Mi 7. Mär 2018, 17:20

Mein lieber juliusb vielen Dank,das nenn ich mal toll erklärt ich Fische ja schon viele Jahre aber das ist mir jetzt ehrlich gesagt neu.Werde ich auf jeden Fall demnächst ausprobieren...Danke für die Spitzenmäßige Erklärung... :clap: :clap:
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Re: Neuer Rhein

Beitragvon lui » Mi 7. Mär 2018, 19:22

Danke für die Erklärung :thumbup:
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Re: Neuer Rhein

Beitragvon Schwarzaberger » Mi 7. Mär 2018, 21:43

juliusb hat geschrieben:
lui hat geschrieben:Kannst du bitte deine Drifttaktik für einen Laien kurz erklären?

Was für Laien Laien? Dachte, es sind eh alle Fischer? ;-)

Na schon klar, gern beschreib ich euch diese Fischerei.
Die Technik ist ja auch nicht neu, sondern ein alter Hut.
Hab ich vor etwa 25-30 Jahren so bei den damals „Alten“ abgeschaut.
Einfach gesagt ist es mit treibendem Schwimmer flussabwärts fischen.
Früher halt mit so einem günstigen Feststell-Korkschimmer mit der weißen Antenne,
heute nehm ich andere, dazu komm ich noch.

Als Köder verwende ich hauptsächlich Nymphen mit viel Glitzer.
Ausgebleit wird folgendermaßen:
Über dem Karabiner soviel Blei, dass der Schwimmer steht – etwa halbe Tragkraft oder etwas mehr.
Und dann auf dem Vorfach etwa 7-10cm ober dem Haken nochmal ein Klemmblei.
Vorfachlänge etwa 60cm.
Tiefe so einstellen, dass der Köder knapp über Grund abtreiben würde.

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Bei offener Rolle abtreiben lassen. Der Clou liegt nun in der Führung.
Lassen wir die Montage einfach nur abtreiben, wird außer akut suizidgefährdeten Fischen nicht viel beißen.
Daher immer wieder den Schwimmer kurz abbremsen, dann treibt die untere Strömung den Köder nach oben.
Das imitiert dem Anschein nach eine aufsteigende Larve oder ein Insekt und da kommen dann auch die Bisse.

Wegen der Schwimmer noch,
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