Meldungen

Hier kommt alles rein was sonst in kein Thema passt, bzw. was nicht mit Angeln zu tun hat.

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Re: Meldungen

Beitragvon Bregenzer72 » Mo 12. Feb 2018, 12:04

Angeln und die GroKo





Pressemitteilung des Deutschen Angelfischer-Verbandes (DAFV) vom 8. Februar 2018 zum ausgehandelten Koalitionsvertrag:

Der Koalitionsvertrag ist mit einem Umfang von 177 Seiten detailliert und er schafft es gleichwohl, wichtige Themen auszulassen. Er ist widersprüchlich und hat keinen roten Faden. In wichtigen Themen der Angelfischerei beschreibt er ein Weiter so der von Ministerin Barbara Hendricks praktizierten ideologischen Verbotspolitik. Angesichts der Stimmenverluste von SPD und CDU/CSU wäre der Koalitionsvertrag eine gute Gelegenheit gewesen, die Haltung in Sachen Angelverbote in Schutzgebieten zu überdenken.

Aber immerhin scheint das Thema Angeln und Fischerei in Deutschland insgesamt politisch an Bedeutung zu gewinnen. So liest sich der Passus aus dem Koalitionsvertrag mit der Überschrift „Internationaler Meeresschutz“: „Um Nord- und Ostsee besser zu schützen, werden wir ein wirksames Management der Freizeitfischerei in den Schutzgebieten in Kraft setzen und uns für wirksame Fischereiregelungen auf EU-Ebene, sowie eine bessere Förderung ökosystemgerechter Fangtechniken und -methoden einsetzen.“
Die Nord- und Ostsee soll vor der Freizeitfischerei geschützt werden?

Es wird hier ohne jede wissenschaftliche Grundlage suggeriert, die Freizeitfischerei in Nord- und Ostsee stelle ein Problem für die Schutzgüter der Naturschutzgebiete in Nord- und Ostsee dar. Angelverbände und Wissenschaftler stehen dieser Form der ideologischen Verbotspolitik fassungslos gegenüber.

„Das entbehrt jeglicher wissenschaftlichen Grundlage. In keinem, der in den letzten zwei Jahren geführten Gesprächen, konnte der Freizeitfischerei ein negativer Einfluss auf die ausgewiesenen Schutzgüter nachgewiesen werden. Wir haben vielmehr den Eindruck es wird hier verzweifelt nach Gründen gesucht, um etwas zu verbieten, was nicht sein soll.“, so Dr. Christel Happach-Kasan Präsidentin des Deutschen Angelfischerverbandes. „Gäbe es nachvollziehbare Gründe, hätte man diese von Anfang vorgebracht und solchen Diskussionen haben sich die Angler in Deutschland noch nie verschlossen.“, so Happach-Kasan.
Bewirtschaftung des Dorschbestandes und Meeresschutz sind zwei verschiedene Paar Schuhe

Es bleibt natürlich abzuwarten, was die Koalition unter dem Passus „wirksames Management der Freizeitfischerei in Schutzgebieten“ versteht. Leider ist es in der Vergangenheit nicht verstanden worden, zwischen Wirtschaftsgut und Schutzgut zu differenzieren. Immer wieder wurde in Verbindung mit den Schutzgebieten versucht, den Fang von Dorschen mit der Angel zu instrumentalisieren. Dass der Dorschbestand über Quoten in seinem Bestand geregelt wird (Wirtschaftsgut) und dass die Freizeitangler hier einen Beitrag seit 2017 leisten, wurde genau so wenig beachtet, wie die sehr geringe Auswirkung der Angelei auf Flora und Fauna (Lebensraumtypen/Schutzgüter) ausgewiesener Natura 2000 Gebiete.
Positive Aspekte der Freizeitfischerei

Die positiven Aspekte der Freizeitfischerei in Schutzgebieten werden dabei völlig außer Acht gelassen. Es besteht eine lange gewachsene Tradition bei der Zusammenarbeit zwischen Anglern und der Wissenschaft in Fragen der Hege und dem Schutz sensibler Ökosysteme. Schutzgebiete im Meer sind keine Null-Nutzungszonen und das werden sie vermutlich auch niemals werden. Berufsschifffahrt, kommerzielle Fischerei mit Schleppnetzen, allgemeiner Bootsverkehr sind in den Schutzgebieten nach wie vor erlaubt. Ja, sogar die Verlegung von Unterseekabeln wurde ausdrücklich von einem generellen Verbot ausgenommen. Nachhaltige Aktivitäten und eine naturverträgliche Nutzung, wie die Freizeitfischerei stehen den Schutzzielen in den Naturschutzgebieten nicht entgegen, im Gegenteil. Die Anwesenheit von Freizeitanglern trägt dazu bei, illegale Aktivitäten in Schutzgebieten zu verhindern und sie damit vor möglichen Schäden zu bewahren. Außer den Anglern ist fernab der sonnigen Ferienzeit kaum jemand in diesen Gebieten präsent.
Mensch und Natur – keine Gegner

Im Mittelpunkt sinnvoller Schutzmaßnahmen muss auch vor allem auch das menschliche Wohlergehen stehen. Gelebter Naturschutz kann nur mit und nicht gegen die Bevölkerung funktionieren. Alexander Seggelke, Geschäftsführer des Deutschen Angelfischerverbandes: „Oft hilft es ja auch mal über den Tellerrand zu schauen. Weltweit ist die Freizeitfischerei in weniger als 1% aller bestehenden Meeresschutzgebiete verboten. Bei den wenigen Ausnahmen gibt es eindeutige und wissenschaftlich nachvollziehbare Gründe, warum das so ist. Dabei wurden die positiven Aspekte der Angler für die Schutzgebiete wiederholt gelobt. In Deutschland ist die Freizeitfischerei bereits jetzt in ca. einem Drittel der Schutzgebiete verboten. Wir würden uns einen runden Tisch mit einer konstruktiven Diskussion unter Einbezug der anerkannten Wissenschaftler wünschen.“
„Angeln“ hat es als Überschrift in den Koalitionsvertrag geschafft

So findet sich neben der Ausführung zum „Internationalen Meeresschutz“ ein weiteres Kapitel zum Thema Angeln im Koalitionsvertrag: „Fischerei, Angeln und Aquakultur“

Der Absatz im Wortlaut: „Wir wollen auch nach dem Brexit eine nachhaltige Fischerei in der Nord- und Ostsee erhalten und legen besonderen Wert auf die Meeresumwelt und den Schutz der Bestände. Wir wollen die nachhaltige Fischerei auf dem Meer und im Binnenland sowie die Aquakultur in ihrer Wettbewerbsfähigkeit stärken und als moderne nachhaltige Nutzung voranbringen.“

Happach-Kasan: „Dazu fällt uns nur ein Kommentar ein: Das wollen wir Angler auch und der Absatz beschreibt ein Grundprinzip der „Guten fachlichen Praxis“ (GfP) für die Hege und nachhaltige Nutzung von Gewässern und ihren Fischbeständen in Deutschland.“
Wasserkraft kommt im Koalitionsvertrag nicht vor

Die Koalition will den Kindern und Enkelkindern eine „intakte Natur bewahren“. Gut so. Wasserkraftanlagen schädigen die Fischfauna erheblich. Dennoch kommt dieses Thema im Vertrag nicht vor. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) fordert den „guten ökologischen Zustand“ der Oberflächengewässer. Zahlreiche Wanderfischarten wie z.B. Lachs, Aal, Meerforelle, Maifisch leben in unseren Gewässern. Für diese bedrohten Fischarten ist die Durchgängigkeit eine wesentliche Voraussetzung. Bei der Novellierung des EEG dürfen keine weiteren Anreize zum Ausbau der Wasserkraft geschaffen werden. Bestehende Anlagen sollten nach dem Stand der Technik nachgerüstet werden. Im Einklang mit dem BfN lehnt der DAFV die Nutzung der kleinen Wasserkraft (Anlagen < 1 Megawatt installierte Leistung) ab. Der geringe Wirkungsgrad steht zu den ökologischen Schäden in keinem Verhältnis.
Naturschutz wirkt – auch für Kormoran und Wolf!

Verschiedene ehemals vom Aussterben bedrohte Tierarten sind in ihrem Bestand schon lange nicht mehr bedroht. Für den Wolf, laut BfN zwischen 150 und 160 Paare, soll es ein Management zum Schutz der Weidetiere geben. Der Kormoran ist nicht gefährdet, wie auf der Agrarministerkonferenz festgestellt wurde. Er hat mittlerweile einen Bestand von mehr als 22 000 Brutpaaren erreicht. Er gefährdet verschiedene Fischarten der Roten Liste und beeinträchtigt die Teichwirtschaften erheblich. Der Diskussion über ein lange überfälliges Management der ausufernden Kormoranbestände haben sich die Politik und einige Naturschutzverbände seit 20 Jahren konsequent verschlossen. Seine Überführung in Anhang II der Vogelschutzrichtlinie ist überfällig, Auch dieses Naturschutzthema fehlt im Vertrag.
SPD-Ministerin versucht, GroKo-Sitzung zum Thema Wölfe in Deutschland zu stürmen

Laut einem Bericht der Bildzeitung wollte auch Barbara Hendricks (SPD) mitentscheiden: „Doch die Bundesministerin für Umwelt und Naturschutz gehört nicht zu den GroKo-Spitzen, weshalb ihr die Teilnahme an der Diskussionsrunde verweigert wurde. Das wollte die 65-Jährige jedoch allem Anschein nach nicht einfach so hinnehmen und versuchte der Zeitung zufolge, sich mit einem ‚heftigen Auftritt‘ Zutritt zu der Veranstaltung zu verschaffen. Geschafft hat es Hendricks jedoch nicht – sie musste draußen bleiben.“.
Angler leisten wertvolle Arbeit

Im DAFV sind über 500.000 Anglerinnen und Angler organisiert. Sie leisten wertvolle Arbeit beim Schutz der Gewässer und Pflege der Kulturlandschaft. Angelvereine sind eine soziale Heimat für Menschen im ländlichen Raum und ein wichtiges wirtschaftliches Standbein für strukturschwache Regionen. Eine aktive Teilhabe und eine verträgliche Nutzung der Natur sind ein grundlegender Baustein des Nachhaltigkeitsgedankens. Großflächige Angelverbote ohne sachliche Notwendigkeit stehen dem entgegen.

Sollte der Koalitionsvertrag in seiner jetzigen Form den SPD-Mitgliederentscheid überstehen, so ist der DAFV gespannt auf die Vorschläge der großen Koalition auf ein „wirksames Management der Freizeitfischerei in Schutzgebieten“ und vor allem auf deren wissenschaftliche Begründung.

Deutscher Angelfischer-Verband (DAFV)
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Re: Meldungen

Beitragvon Bregenzer72 » Mo 12. Feb 2018, 19:27

Rhesi: Koblach wehrt sich gegen "Scheingefechte"-Vorwurf



Schlussendlich liegt die Entscheidung, ob Koblach der Versetzung der Rheindämme zustimmt, allein bei der Gemeindevertretung. Der Entscheid der Nutzungsberechtigten habe höchstens beratende Funktion und sei nicht bindend, bestätigt Verfassungs- und Verwaltungsexperte Peter Bußjäger in den Vorarlberger Nachrichten. Diese zitiert auch kritische Stimmen, die von Scheingefechten des Bürgermeisters sprechen.
Rein beratende Funktion sei klar gewesen

Dies will Maierhofer so nicht stehen lassen. Es sei allen Beteiligten, sowohl Politik wie auch Nutzungsberechtigten, auch während der Vollversammlung bewusst gewesen, dass deren Entscheidung nicht bindend und nur von beratender Funktion sei. Entgegen der allgemeinen Wahrnehmung hänge Rhesi jetzt nicht nur von der Entscheidung Koblachs ab, betont der Bürgermeister, sondern von allen Rheingemeinden, die ihren Teil zu tragen haben.


Stimmungsbild der Koblacher

“Ich muss es aber zur Kenntnis nehmen, dass die Nutzungsberechtigten diskutieren und sich eine Meinung bilden”, so Maierhofer. Er sieht im Abstimmungsergebnis ein Stimmungsbild der Betroffenen, dass der Trittstein als zu groß und umfangreich angesehen wird. Von den über 500 Nutzungsberechtigten stimmten nur 132 bei der Vollversammlung ab, davon 90 gegen den Trittstein. Nun stehen auf Einladung von Landeshauptmann Markus Wallner Gespräche zwischen Gemeinde, Rheinkommission und Landespolitik an. Ein Termin gebe es aber noch nicht, auch nicht für die Gemeindeentscheidung.
Zwei weitere Trittsteine geplant

Der Trittstein bei Koblach ist der einzige von dreien, bei dem die Dämme verschoben werden müssen. Sowohl der bei Mäder wie auch der bei Widnau (Lustenau) werde sich innerhalb der bestehenden Dämme realisieren lassen, erklärt Projektleiter Markus Mähr. Für den letzteren werden jedoch Trinkbrunnen verlegt. Zwei weitere noch 2015 geplante Trittsteine mussten aufgrund des ungeeigneten Untergrunds aufgegeben werden.


Was derzeit von einem 300-jährigen Hochwasser betroffen wäre, sieht man online bei einer Visualisierung der Rheinregulierungskommission HIER
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Re: Meldungen

Beitragvon Bregenzer72 » Di 13. Feb 2018, 15:30

Ganze Lkw-Ladung des Karpfen-Nacktkalenders Carponizer 2018 verbrannt



Gar nicht geil! Sondern Glück im Unglück. Beim Brand eines Lkw auf der A 2 zwischen Magdeburg und Hannover in der Nacht zu Freitag ging die komplette Fracht in Flammen auf. Fast alle geladenen Exemplare des Nackt-Angelkalenders „Carponizer 2018“ verbrannten. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon.

Bild


Wie die Bild-Zeitung berichtet, blieb die Autobahn bei Irxleben Richtung Hannover für vier Stunden voll gesperrt. Angesichts der Pin-Up-Girls auch in diesem erotischen „Karpfen-Kalender 2018“ stellte sich dem Boulevardblatt eingangs natürlich erst mal die Frage: „War diese Ladung einfach zu heiß?“ Schon der Titel bot sich quasi von selbst an: „Heiße Ware fängt Feuer.“

Bild


Nun sind mehrere Tausend Exemplare genau dieses Carponizer Karpfenkalender 2018 verlorengegangen. Kaum weniger Männer (und Frauen?!) dürften also auf einen schnellen Nachdruck hoffen.
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Re: Meldungen

Beitragvon Bregenzer72 » Mi 28. Feb 2018, 13:45

Neuer Wirbel um „Catch and Release“




Erst erwischte es Deuschlands Rap-Star Marteria, jetzt musste auch Hamburgs „Carp-Fishing-Queen“ Claudia Darga dran glauben: Beide wurden von der Organisation „Peta“ in diesem Jahr wegen Tierquälerei angezeigt.

Doch, wie kommen die Leute ausgerechnet auf solche „Prominenten?“ Vermutlich suchen sie den Effekt, große Öffentlichkeit zu erzeugen. Bei der hübschen Anglerin Claudia Darga dürfte ihr Auftritt 11. Oktober 2017 im TV-Talk von Markus Lanz im ZDF das ausschlaggebende Moment gewesen sein. In dieser Sendung war ein Video zu sehen, in dem Darga einen Koi-Karpfen fängt. „Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie einen Koi!“ Rief sie. Weil sie den Fisch aber wieder aussetzte, „released“ hatte, kam ihr Peta auf die Spur.

„Ab dem Moment, in dem sich der Angelhaken durch den Mund bohrt, bis zum Zurücksetzen ins Wasser, leiden Fische nicht nur an Schmerzen, sondern auch unter Atemnot und Todesangst“, informierte eine Biologin im Namen von Peta die Bild-Zeitung: „Viele der traumatisierten Fische sterben infolge dieser Tortur entweder an ihren Verletzungen oder weil sie zu einer leichten Beute für andere Fische werden.“ Claudia Darga reagierte: Niemand von Peta habe mit ihr gesprochen. Näheres wolle sie nicht sagen.

Dann aber postet sie am 27. Oktober 2017 auf ihrer Facebook-Seite: „Aus gegebenem Anlass, hier ein interessanter Vortrag von Dr. Robert Arlinghaus. Hier wird die Gesetzeslage zum Thema ,wann darf/muss ein Fisch in Deutschland nach dem Fang zurückgesetzt werden‘ aus rechtlicher Sicht geklärt.“

„Peta“ hat schon etliche Anglervereine wegen Wettkampfangelei zu verklagen versucht. Einzelpersonen traf es bislang weniger. Marten Laciny alias Rapper Marteria hatte diesen Sommer 2017 das Pech, weil er vor seinem Konzert in der Posthalle von Würzburg mit Freunden noch kurzerhand an einem See im Würzburger Stadtteil Lengfeld fischte, sich mit gefangenen Tieren filmen ließ, sie er danach wieder in den See entließ. Ob das Tierquälerei ist und eine Geldstrafe provoziert, ist fraglich.

Allerdings: „Fische sind kein Spielzeug, sondern empfindsame Lebewesen“, erklärte Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei Peta, vor der Presse. Von dem Moment an, in dem sich der Angelhaken durch den Mund der Fische bohrte, bis zum Zurücksetzen ins Wasser, empfinde das Tier nicht nur Schmerzen, sondern leide auch unter Todesangst und Sauerstoffmangel. Beining: „Marteria hat aufgrund seiner großen Fangemeinde eine Vorbildfunktion – ein solcher Umgang mit sensiblen Lebewesen gehört für uns nicht zu einem coolen Lifestyle.“

Peta will Angeln grundsätzlich verbieten. Dass das gelingt, ist laut Robert Arlinghaus unwahrscheinlich.

Und hier das Video von Marteria, welches ihm zum Verhängnis wurde: One night in Würzburg
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Re: Meldungen

Beitragvon Bregenzer72 » Do 1. Mär 2018, 07:17

Unser Aal ist vom Aussterben bedroht



Anlässlich des Tags des Artenschutzes am 3. März weist der Landesfischereiverband Baden-Württemberg (LFVBW) auf den kritischen Bestand des Europäischen Aals hin.

Der Tag des Artenschutzes ist im Jahr 1973 im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES eingeführt worden. Durch das Abkommen sollen bedrohte wildlebende Arten geschützt werden, die durch Handelsinteressen gefährdet werden.

Genauso wie Elefant und Tiger ist der Europäische Aal nicht zuletzt durch den illegalen internationalen Handel bedroht. Seit 2010 darf der Europäische Aal offiziell nicht mehr lebend in Länder außerhalb Europas verbracht werden. Der Aal steht unter Schutz des Washingtoner Artenschutzabkommens und wird dort im Anhang II gelistet. Die Realität sieht anders aus. Durch den dramatischen Rückgang der Glasaalbestände an den Atlantikküsten seit den 1980iger Jahren ist der Preis dieser jungen Aale derart stark gestiegen, dass sich Tierschmuggel in großem Stil lohnt. Es geht um hunderte Millionen Euro pro Jahr, die mit geschmuggelten Glasaalen verdient werden. Millionen von jungen Aalen werden dadurch ihrer natürlichen Heimat entzogen.

Die Glasaale werden dazu zunächst an den atlantischen Flussmündungen, wie die der Loire, von Schwarzfischern gefangen und lebend nach Hong Kong geschmuggelt. Von dort geht es in Aquakulturen, meist aufs chinesische Festland, wo die Aale in Massentierhaltung mit industriellen Futtermitteln gemästet werden. Haben die Fische ihre tafelfertige Größe erreicht werden sie hauptsächlich nach Japan verkauft, wo sie als Sushi in den Mägen der Konsumenten enden. Aale europäischer Herkunft werden aber auch von China in die USA und nach Europa verkauft, wo sie in unsere Kochtöpfe gelangen.

Der LFVBW fordert, die Glasaalbestände effektiv zu schützen und damit die Aalbestände in Europa wieder nachhaltig aufbauen zu können. Die illegale Abfischung von Glasaalen an den atlantischen Flussmündungen muss unterbunden werden.

Fischereivereine bemühen sich seit Jahrzehnten durch legale Besatzmaßnahmen, den Aalbestand im Rhein langfristig zu erhalten.
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Re: Meldungen

Beitragvon Markus1962 » Do 1. Mär 2018, 19:21

Bregenzer72 hat geschrieben:
Neuer Wirbel um „Catch and Release“




Erst erwischte es Deuschlands Rap-Star Marteria, jetzt musste auch Hamburgs „Carp-Fishing-Queen“ Claudia Darga dran glauben: Beide wurden von der Organisation „Peta“ in diesem Jahr wegen Tierquälerei angezeigt.

Doch, wie kommen die Leute ausgerechnet auf solche „Prominenten?“ Vermutlich suchen sie den Effekt, große Öffentlichkeit zu erzeugen. Bei der hübschen Anglerin Claudia Darga dürfte ihr Auftritt 11. Oktober 2017 im TV-Talk von Markus Lanz im ZDF das ausschlaggebende Moment gewesen sein. In dieser Sendung war ein Video zu sehen, in dem Darga einen Koi-Karpfen fängt. „Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie einen Koi!“ Rief sie. Weil sie den Fisch aber wieder aussetzte, „released“ hatte, kam ihr Peta auf die Spur.

„Ab dem Moment, in dem sich der Angelhaken durch den Mund bohrt, bis zum Zurücksetzen ins Wasser, leiden Fische nicht nur an Schmerzen, sondern auch unter Atemnot und Todesangst“, informierte eine Biologin im Namen von Peta die Bild-Zeitung: „Viele der traumatisierten Fische sterben infolge dieser Tortur entweder an ihren Verletzungen oder weil sie zu einer leichten Beute für andere Fische werden.“ Claudia Darga reagierte: Niemand von Peta habe mit ihr gesprochen. Näheres wolle sie nicht sagen.

Dann aber postet sie am 27. Oktober 2017 auf ihrer Facebook-Seite: „Aus gegebenem Anlass, hier ein interessanter Vortrag von Dr. Robert Arlinghaus. Hier wird die Gesetzeslage zum Thema ,wann darf/muss ein Fisch in Deutschland nach dem Fang zurückgesetzt werden‘ aus rechtlicher Sicht geklärt.“

„Peta“ hat schon etliche Anglervereine wegen Wettkampfangelei zu verklagen versucht. Einzelpersonen traf es bislang weniger. Marten Laciny alias Rapper Marteria hatte diesen Sommer 2017 das Pech, weil er vor seinem Konzert in der Posthalle von Würzburg mit Freunden noch kurzerhand an einem See im Würzburger Stadtteil Lengfeld fischte, sich mit gefangenen Tieren filmen ließ, sie er danach wieder in den See entließ. Ob das Tierquälerei ist und eine Geldstrafe provoziert, ist fraglich.

Allerdings: „Fische sind kein Spielzeug, sondern empfindsame Lebewesen“, erklärte Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei Peta, vor der Presse. Von dem Moment an, in dem sich der Angelhaken durch den Mund der Fische bohrte, bis zum Zurücksetzen ins Wasser, empfinde das Tier nicht nur Schmerzen, sondern leide auch unter Todesangst und Sauerstoffmangel. Beining: „Marteria hat aufgrund seiner großen Fangemeinde eine Vorbildfunktion – ein solcher Umgang mit sensiblen Lebewesen gehört für uns nicht zu einem coolen Lifestyle.“

Peta will Angeln grundsätzlich verbieten. Dass das gelingt, ist laut Robert Arlinghaus unwahrscheinlich.

Und hier das Video von Marteria, welches ihm zum Verhängnis wurde: One night in Würzburg


Mal ganz ehrlich, die Spinner von PETA kann man doch nicht mehr ernst nehmen!
Was schade ist, denn prinzipiell finde ich es ja gut, daß sich jemand für die Rechte der Tiere einsetzt. (Haltungs und Schlachtbedingungen von Schlachttieren, Aktionen gegen Pelzzucht etc.)
Denn dieses Theater, von wegen traumatisierten releasten Fischen, welche durch ihre Traumata zu Grunde gehen, ist und bleibt esotherischer Bullshit!!!
Es gibt Fische, die nachweislich schon des öfteren gefangen, releast und wieder gefangen wurden.
Das widerspricht den Hirngespinnsten dieser PETA-Aktivisten!
Ich muss dazu sagen, daß sich eh schon viel getan hat. Fast Flächendeckend wird mittlerweile ein Sachkunde-Nachweis verlangt und diverse Schonbedingungen wurden durchgesetzt.
Schaut man sich hingegen an, was bei den Netzfischern, ob im Kleinen oder aber bei den riesigen Fangflotten mit ihren Kilometerlangen Schleppnetzen abgeht...daß ist z.T. Horror!
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Re: Meldungen

Beitragvon Bregenzer72 » Do 1. Mär 2018, 19:50

Dann schau dir mal bitte das Video an das hab die Tage mal geschaut Sie die große PETA Aktivistin und Veganerin kein Tier soll sterben für ihr Essen... nun hat die aber nen Hund da frag ich mich doch ob ihre Überzeugung da aufhört oder hat Sie den erste Veganer Hund den es gibt ?? :crazy: :crazy: :crazy:
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Re: Meldungen

Beitragvon lui » Fr 2. Mär 2018, 15:27

Und wenn nicht, jagd der Hund selbst, so wie es seiner Natur entspricht? :lol:
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Re: Meldungen

Beitragvon Bregenzer72 » Fr 9. Mär 2018, 20:53

Angelshop Karlinger in Konkurs



Mäder - Über das Vermögen der Firma Marcel Karlinger (Einzelhändler mit Angelbedarf) in Mäder wurde das Konkursverfahren am Landesgericht Feldkirch eröffnet.

Gegenstand des Unternehmens ist der Einzelhandel mit Sportartikel im Bereich Angelbedarf. Von der Pleite sind laut Angaben des Schuldners 40 Gläubiger betroffen. Die Höhe der Schulden beträgt rund 209.000 Euro.

Ab sofort können Gläubigerforderungen bis zum 3. Mai 2018 über den KSV1870 angemeldet werden.

Es liegen dem KSV1870 derzeit noch keine Informationen über die Ursache des nunmehrigen Vermögensverfall vor. Der KSV1870 wird die Gründe dieser Pleite in Zusammenarbeit mit dem Masseverwalter erheben. Der Antrag auf Eröffnung des Konkursverfahrens erfolgte von dritter Seite.
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Re: Meldungen

Beitragvon lui » Fr 9. Mär 2018, 21:20

Schade... aber das erklärt einiges.
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