Meldungen

Hier kommt alles rein was sonst in kein Thema passt, bzw. was nicht mit Angeln zu tun hat.

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Re: Meldungen

Beitragvon Bregenzer72 » Do 21. Jun 2018, 19:14

Fischerträge im Bodensee deutlich zurückgegangen

Viktorsberg – Unter dem Vorsitz Österreichs sind in Viktorsberg für zwei Tage die Mitglieder der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF) zusammengekommen, um aktuelle Fragen und die Bilanz 2017 zu thematisieren.

Der Fang der Berufsfischer am Bodensee-Obersee lag 2017 bei rund 298 Tonnen. Es war damit das zweitschlechteste Fangjahr seit 1936. Rückgänge mussten bei nahezu allen Fischarten hingenommen werden. Der Felchenertrag lag mit 194,8 Tonnen weit unter dem zehnjährigen Mittel von 408 Tonnen. Der Barschertrag hat sich vom niedrigen Vorjahresniveau von 28,1 Tonnen nochmals auf 26,5 Tonnen verringert. Rückgänge gab es ebenso bei Weißfischen und Brachsen sowie Aalen und Hechten. Bei den Seeforellen blieb der Wert mit 2,5 Tonnen zum Vorjahr konstant, der Seesaiblingsertrag ist auf 0,8 Tonnen zusammengebrochen.

Am Gesamtfang machten die Felchen einen Anteil von 65 Prozent aus. Weißfische und Brachsen stellen inzwischen einen Anteil von 11,7 Prozent am Gesamtfang. Der Anteil der Aale liegt bei 4,4 Prozent, jener der Hechte bei vier Prozent.


Niedriger Nährstoffgehalt im See

Die rund 11.700 Angelfischer erreichten im Berichtsjahr mit 49,4 Tonnen ein um 4,5 Tonnen höheres Fangergebnis als im Jahr davor. Dieser Ertrag liegt allerdings um 3,2 Tonnen (-6 Prozent) unter dem Zehnjahresmittel. Maßgeblich bestimmt wurde das Ergebnis der Angler durch die weiter ansteigenden Fänge beim Hecht (+3,1 t bzw. +20,4 Prozent), dessen Anteil am Gesamtfang inzwischen über 37 Prozent beträgt. Im Vergleich zum Jahr 2016 wurden 935 Angelkarten weniger ausgegeben.

Die geringen Fangerträge haben aus Sicht der Berufsfischer vielfältige Ursachen. Diese wurden ebenso wie andere Fragen von der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz diskutiert. Schwerpunkte waren unter anderem der niedrige Nährstoffgehalt im See, der hohe Fraßdruck der Kormorane, der Einfluss der Stichlinge sowie die Umsetzung der Patentreduktion und die Anpassung einiger Befischungsregeln.
Kormorane entnehmen fünfmal mehr Fische als Angler

Der Bestand an Kormoranen am Bodensee (Obersee und Untersee) hat 2017 weiter zugenommen. Im April des Berichtsjahres wurden 1.833 Vögel gezählt. Die Fischentnahmen durch den Kormoran aus dem Bodensee und den mündungsnahen Abschnitten der Zuflüsse werden auf 220 – 260 Tonnen geschätzt. Das ist beachtlich, wenn die Fänge der Angler am Obersee (knapp 50 Tonnen) und jene der Berufsfischer (rund 300 Tonnen) gegenübergestellt werden.



Der Brutbestand an Kormoranen am Bodensee ist von 454 (2016) auf über 500 Brutpaare im Jahr 2017 wiederum sehr stark angestiegen. In der Fußacher Bucht konnte durch Vergrämungsmaßnahmen ein Anwachsen der Kolonie verhindert werden, ohne dass dabei negative Effekte auf die Vogelwelt insgesamt hätte festgestellt werden können. Die Zunahme bei den Brutpaaren war am baden-württembergischen Ufer zu beobachten.
Anpassungen bei Fanggeräten und Einsatzzeiten

Um den aktuellen Verhältnissen im See Rechnung zu tragen, wurden einige Bestimmungen zu den Fanggeräten und Einsatzzeiten angepasst. Für Angler wurde die Entnahmepflicht bei Barschen geändert. Die Berufsfischer jener Anrainerländer, die die Patentzahlen bereits auf den 2015 beschlossenen Wert reduziert haben, können seit Anfang 2018 ein weiteres Schwebnetz einsetzen. Bayern wurde ein verlängerter Zeitraum zum Erreichen der Zielzahl zugestanden. Alle bei der Konferenz 2018 beschlossenen Anpassungen treten 2019 in Kraft.
Erforschung des Stichlings wird ausgeweitet

Auf der Konferenz wurde auch das Interreg-Projekt “SeeWandel: Leben im Bodensee – gestern, heute und morgen” vorgestellt, das federführend von der Int. Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) initiiert worden ist. Im Rahmen des Projekts wird der Einfluss von Nährstoffrückgang, Klimawandel, gebietsfremden Arten und anderen Stressfaktoren auf das Ökosystem Bodensee untersucht. “SeeWandel” umfasst 13 Teilprojekte an sieben Instituten. Die Untersuchungen sollen zu einem besseren Prozessverständnis des Freiwassers und der Uferregion, sowie den Interaktionen zwischen diesen beiden beitragen. Ein Teilprojekt ergänzt die laufenden Untersuchungen der Fischereiforschungsstelle Langenargen über die Ökologie und Diversität von Stichlingen im Bodensee. Erhofft werden Ergebnisse, wie die negativen Auswirkungen der massenhaft auftretenden Stichlinge auf die heimischen Fischarten reduziert werden können.
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Re: Meldungen

Beitragvon Bregenzer72 » So 1. Jul 2018, 06:54

EU-Parlament fordert drastische Kormoran-Reduzierung


Kormoranbestände drastisch reduzieren

Mit Beschluss vom 12. Juni 2018 fordert das Europäische Parlament die EU-Kommission auf: „gemeinsam mit den Mitgliedstaaten Maßnahmen zu ergreifen, die die Kormoranbestände mit allen Mitteln drastisch auf ein derartiges Maß reduzieren, dass einerseits die Bestandserhaltung der Kormorane gewährleistet wird und andererseits keine Bedrohung für andere Arten entsteht und Schäden in den betroffenen Aquakulturen abgewendet werden.“ Dem Beschluss war eine intensive Befassung mit der Situation der Fischzucht in Europa vorausgegangen. Während die Branche weltweit ein enormes Wachstum verzeichnet, stagniert sie innerhalb der Europäischen Union und zeigt in Teilbereichen sogar einen rückläufigen Trend. Besonders betroffen ist dabei die Fischzucht in Naturteichen, wo besonders massive Schäden durch geschützte Tierarten wie Kormoran, Reiher und Fischotter auftreten. Bereits im Jahr 2008 hat das Europäische Parlament die EU-Kommission zur Etablierung eines Bestandsmanagements für den Kormoran aufgefordert. Seither ist von der EU-Kommission in dieser Hinsicht nichts Substantielles unternommen worden.

Der Präsident des Deutschen Fischerei-Verbandes, Holger Ortel, sagt zu den Forderungen des Parlamentes: „Die bisherige Tatenlosigkeit von EU-Kommission und Bundesregierung angesichts der Kormoranschäden gefährdet die Existenz der naturnahen Teichwirtschaft in Deutschland und Europa. In den Teichgebieten existiert eine große Artenvielfalt, die von der Bewirtschaftung der Teiche abhängig ist. Geben die Teichwirte angesichts der finanziellen Einbußen auf, verlieren dadurch zahlreiche bedrohte Arten wichtige Lebensräume. Die Regulierung des Kormorans sollte so selbstverständlich sein wie die Regulierung von Schwarz- und Rehwild.“

Auch die Präsidentin des Deutschen Angelfischerverbandes, Dr. Christel Happach-Kasan, findet deutliche Worte: „Artikel 1 der Europäischen Vogelschutzrichtlinie sieht neben dem Schutz ausdrücklich auch Maßnahmen zur Bestandsregulierung vor. Voraussetzung dafür ist die längst überfällige Aufnahme des Kormorans in den Anhang II dieser Richtlinie. Ziel muss eine geordnete und grenzübergreifend koordinierte Bestandsreduzierung sein, wie sie das Europäische Parlament nun in einer noch nie dagewesenen Deutlichkeit einfordert.“

Der Vorsitzende der Kormorankommission, Stefan Jäger, sagt: „Die im Zusammenhang mit der Kormoranproblematik oft angeführte Selbstregulierung der Population ist Ausdruck eines realitätsfernen Wunschdenkens. Seit vielen Jahren verzeichnen wir massive Beeinträchtigungen der Fischfauna selbst in vergleichsweise kleinen Fließgewässern, deren Ursache nachweislich in den rasant angewachsenen Kormoran-beständen liegt. Die inzwischen vielerorts möglichen Vergrämungsabschüsse können nur dazu dienen, lokal akut gefährdete Fischarten zu schützen und kleinräumig wirtschaftliche Schäden zu vermeiden. Zu einer nachhaltigen Entspannung des Problems können sie nicht beitragen, denn der Kormoranbestand hat sich allein in Deutschland in den letzten zwanzig Jahren mehr als verfünffacht und liegt derzeit bei ca. 160.000 Kormoranen. Hinzu kommen ab dem Spätsommer die zahlenmäßig noch weit größeren Kormoranbestände aus den Brutkolonien entlang der gesamten Ostseeküste, die auf dem Weg in die Winterquartiere auch im deutschen Binnenland Station machen.“ Und Jäger weiter: „Daher fordern wir von der Europäischen Kommission und der Bundesregierung: Setzen Sie jetzt den Entschließungsantrag unserer demokratisch gewählten Vertreter im Europäischen Parlament zügig um. So können noch vor der Europawahl erste sicht- und messbare Erfolge für den Fischartenschutz erzielt werden.“
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Re: Meldungen

Beitragvon Bregenzer72 » Fr 6. Jul 2018, 21:34

Rundlich, einsam und in einer artfremden Umgebung sorgt derzeit ein großer Wels in einem kleinen Offenbacher Weiher für Aufregung.


Seine Gesellschaft hat das rund 1,5 Meter lange Tier bis auf zwei Entenküken aufgefressen. Erst alle Fische, dann Wasservögel - weil diese artgeschützt sind, ist das Schicksal des Fisches besiegelt.

Doch davor gibt es noch den kurzen Ruhm im sogenannten Sommerloch: "Küken-Killer vom Weiher" schreibt die "Offenbach-Post", die "Bild"-Zeitung berichtet vom "gefräßigen Riesen-Wels" und grausamen Szenen schräg gegenüber vom Polizeipräsidium Südosthessen.

Anders als vor Jahren bei "Kuno, dem Killerwels", der im Mönchengladbacher Volksparkweiher einen Dackel erlegt haben soll, sind Existenz und Taten des - noch namenlosen - Offenbacher Tieres zweifelsfrei belegt.


Alle Fische im Weiher wurden gefressen

Der Wels habe seit seiner ersten Sichtung 2017 alle Fische in dem Weiher im Dreieichpark vertilgt, sagte Stadtsprecherin Kerstin Holzheimer am Donnerstag. Artgenossen habe er nicht: "Er war schon immer einsam und hungrig." Wie das große Tier in den eigentlich viel zu kleinen Weiher in der Nähe einer Schule geraten ist, sei unklar.

Eine Theorie: Enten brachten ihn als Laich an ihren Flossen von einem anderen Gewässer mit. Damit holten sich die Vögel ihren Feind wahrscheinlich selbst ins Haus: Denn nachdem alle Fische gefressen waren, vergriff sich der Wels an den Küken von Stockenten und Teichhühnern.

In dem Weiher würde der Wels langfristig verhungern, so die Stadt. Einer Versetzung in ein größeres Gewässer wie dem Main stimme das Regierungspräsidium nicht zu.

"Wir müssen jetzt sehen, wie wir das Vieh da rausbringen", so die Sprecherin. Zum Essen sei der Wels wohl zu alt - und schmecke modrig



Berufsfischer sollen Offenbacher "Problem-Wels" beseitigen

Der Wels, der in einem Offenbacher Weiher artgeschützte Küken frisst, soll nun aus dem Gewässer geholt werden.


Die Stadt teilte am Freitag mit, die Entscheidung sei gefallen, Berufsfischer mit der Beseitigung des Tieres zu beauftragen.

Einen Termin für das mögliche Ende des Fisches gibt es nach Angaben der Stadt noch nicht.


Tierschützer attackieren Angler

Nach einem Bericht der "Offenbach-Post" wollte zunächst ein Angelsportverein im Auftrag der Stadt Jagd auf den "Problem-Wels" machen. Nach Protesten von Tierschützern seien die Hobby-Angler aber von ihrer Zusage zurückgetreten.

Es habe Ankündigungen gegeben, die Angler zu behindern und zu demonstrieren. "Da gab es regelrechte Hasstiraden gegen uns", zitiert die Zeitung ein Vereinsmitglied.

"Problem-Wels" misst 1,5 Meter

Das rund 1,5 Meter lange Tier hat im sogenannten Sommerloch Bekanntheit erlangt, weil es im Weiher im Dreieichpark artgeschützte Enten- und Hühnerküken frisst. Zuvor hatte der Wels alle Fische im Weiher verspeist.

Nun droht er zu verhungern, außerdem ist der kleine Teich mit Springbrunnen nach Angaben von Experten kein geeigneter Lebensraum für ihn.

Nach einer Theorie der Stadt könnte das Tier als Fischlaich an den Flossen von Enten von einem anderen Gewässer eingeschleppt worden sein.
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Re: Meldungen

Beitragvon Bregenzer72 » Do 18. Okt 2018, 09:22

Rheinmündung nimmt neue Form an



Die Mündung des Rheins in den Bodensee nimmt neue Gestalt an. Seit dem Hochsommer ist etwa 300 Meter nach dem Ende der Vorstreckungsdämme eine Sandinsel sichtbar geworden.

Handlungsbedarf im Sinne der Hochwassersicherheit bestehe aber nicht, versicherte am Mittwoch Österreichs Rheinbauleiter Matthias Speckle. Die Insel sei ein Indiz für eine beginnende dynamische Bildung eines Mündungsdeltas.

Der Rhein transportiert jährlich zwischen zwei und drei Millionen Kubikmeter an Feststoffen in den Bodensee. Die daraus resultierende Verlandung hat unter anderem dazu geführt, dass die Mündung des Rheins in den vergangenen Jahrzehnten durch eine Kanalisierung des Flusses innerhalb von Dämmen kilometerweit in den Bodensee hinausgeschoben wurde.
Nicht ungewöhnlich

Die Insel sei auch deshalb entstanden, weil es heuer kein Hochwasser gegeben habe, sagte Speckle. “Es handelt sich um natürliche Ablagerungen an einer Flussmündung in einen See, wie sie vielerorts in den Alpen im Zuge eines fortschreitenden Verlandungsprozesses vorkommen”, betonte der Rheinbauleiter. Sichtbar geworden sei die Insel aufgrund des ungewöhnlich niedrigen Seewasserstands. Der Bodenseepegel liegt in Bregenz aktuell bei 287 Zentimeter und damit um knapp 60 Zentimeter unter dem langjährigen Durchschnitt.
Langjährige Studie

In Sachen Hochwassersicherheit wies Speckle darauf hin, dass auf der rechten Seite der Insel eine Tiefenrinne bestehe, die den erforderlichen Abfluss mehr als sicherstelle. Die Insel sei aber auch Beweis dafür, dass sich am Ende der Vorstreckungsdämme ein Mündungsdelta bilde. Auf Auftrag der Internationalen Rheinregulierung laufe mittlerweile bereits eine Studie über die mögliche künftige Entwicklung der Mündung des Rheins in den Bodensee, so Speckle. Die Veränderung des Rhein-Deltas wird bereits seit 1911 periodisch vermessen, für den Feststoffeintrag gibt es am Rhein zwei Messstellen, deren Daten die Grundlage für Computermodelle bilden.






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